das einkaufen und das verwenden des olivenöls

Die erste Anforderung, die man an ein Nahrungsmittel stellt, ist die Sicherheit, dass dessen Verzehr unserer Gesundheit nicht schadet. Wichtig ist also die Qualität, d.h. die Merkmale oder Eigenschaften jenes Produkts, das unseren Bedarf decken soll.

Indem wir unsere Lebensmittel genau kennen, können wir uns vor minderwertigen Nahrungsmitteln oder vor einem unkorrekten Qualität/Preis-Verhältnis schützen. Jeder sollte genau den Wert der einzukaufenden Ware prüfen, wobei man vor allem den korrekten Herstellern vertrauen sollte. Dann sollte man aber auch selbst eine Reihe von Bewertungsmaßstäben anlegen, um die richtige Auswahl zu treffen. Oftmals verwirren Gerüchte die Verbraucher bei der Auswahl ihrer Lebensmittel. Auch beim Olivenöl haben jahrelang falsche Meinungen weniger gut informierte Verbraucher getäuscht. Welche Merkmale müssen berücksichtigt werden, damit wir einer bestimmten Olivenöl-Marke unser Vertrauen schenken können? Schon auf der Verpackung stehen einige wertvolle Hinweise.

Einkauf und Verwendung des Olivenöls

Man sollte vorwiegend Öl in dunklen Flaschen kaufen oder in Behältern aus Zinnblech, die vor Lichteinwirkung schützen. Machen Sie einen Versuch: Geben Sie etwas Olivenöl in ein durchsichtiges Glas, das Sie dem Licht oder einer Wärmequelle aussetzen. Schon nach zwei Tagen bemerken Sie die Qualitätsminderung. Stellen wir uns also vor, welche Veränderung eintritt, wenn eine Flasche wochenlang im Regal eines Supermarkts dem intensiven Licht ausgesetzt ist! Ein anderer wichtiger Faktor ist die Bereitschaft eines Produzenten, Herstellungsdaten seines Öls bekanntzugeben: Nur der wird genaue Daten und Zahlen mitteilen, der stolz auf die Ware ist, die er anbietet. Wirklich wichtige Informationen sind die Identität des Herstellers und dessen Anschrift, der Flascheninhalt, das Einfülldatum, Verfalldatum (Verzehr vorzugsweise innerhalb von 24 Monaten ab Einfülldatum). Die besten nativen Olivenöle tragen auf ihrem Etikett außerdem den Wert der freien Säure, der bei weniger als 0,3% auf ein perfektes Öl hinweist.

Kontrollieren Sie immer die genaue Menge des Behälters und vergleichen Sie sie mit dem Literpreis. Seien Sie misstrauisch gegenüber Niedrigpreis-Ölen, aber auch gegenüber den überteuerten Ölen: Wir haben mit Olivenöl zu tun, aber nicht mit Diamanten!

Weniger von Nutzen sind Informationen über den Nährwert des Produktes, da der Kalorienwert genau mit den verschiedenen Ölen verglichen werden kann und bei 9 Kkal/g liegt. Viele Verbraucher sind überzeugt, dass die Samenöle leichter als Olivenöle sind. Das stimmt aber absolut nicht. Der Anteil an Fettmasse ist praktisch gleich bei allen Ölen. Deshalb ist der Kalorienwert bei allen Ölen gleich und setzt auch die gleiche Energiemenge frei; das heißt, die Fettablagerung im Körper ist bei allen Ölen identisch. Ernährungsmäßig gesehen, sind jedoch die Olivenöle vorzuziehen, da sie säuremäßig optimal zusammengesetzt sind, wie auch wegen ihres Gehalts an antioxidierenden und vitaminhaltigen Bestandteilen.

Zu hause sollte das Öl in sauberer Umgebung, geschützt vor Licht und bei einer Temperatur von 12 – 24° C aufbewahrt werden.

Regeln zur Aufbewahrung des Olivenöls

Jedes Fett hat einen für sich günstigen Toleranzbereich gegenüber hohen Temperaturen, der als “Rauchpunkt” bezeichnet wird. Wenn dieser Punkt überschritten wird, zersetzen sich die Fette und bilden Zusammensetzungen, die toxisch auf unseren Körper wirken. Dieser Punkt, den man daran erkennt, dass die erhitzten Fette einen weißlichen Rauch abgeben, darf nie überschritten werden. Das Olivenöl hat einen sehr günstigen Rauchpunkt und darüberhinaus zahlreiche antioxidierende Substanzen (Polyphenole, Tokopherole...), die seine Zusammensetzung schützen. Es ist daher an der Zeit, mit dem Gerücht aufzuräumen, nachdem Samenöle sich für das Frittieren besser eignen. Bezüglich der säuremäßigen Zusammensetzung und dem Gehalt an Antioxidanten ist das Olivenöl das ideale Öl in unserer Ernährung.

Empfehlungen für sachgerechtes Frittieren

1. Man nehme für ein würziges Frittiertes ein Olivenöl bester Qualität (oder nach Belieben Natives Olivenöl Extra).

2. Besonders sauber und trocken sollten die Zutaten bei der Vorbereitung behandelt werden, die man anschließend in das Öl gibt.

3. Alle Nahrungsmittel, außer denen die reich an Stärke sind (wie z.B. Kartoffeln), müssen vorher im Mehl, Eierkuchenteig, Ei oder geriebenen Semmeln gewälzt werden.

4. Die Pfanne sollte aus Eisen oder eine Antihaft-Oberflächenveredelung haben. Es muss reichlich Öl hinzugegeben werden, bis die Speisen die vorgewählte Frittiertemperatur erreichen, die alsdann konstant gehalten werden muss.

5. Die Zutaten sollten in kleinen Mengen frittiert werden, damit sie im Öl gewendet werden können und somit auf allen Seiten gleichmäßig braten.

6. Zutaten mit hohem Wasseranteil, wie z.B. Gemüse oder Fisch, sollten bei mittlerer Temperatur frittiert werden (es reicht schon, wenn man die Gabelspitze eintaucht und schaut, wann sich an ihr Bläschen bilden).

7. Bei Fleisch- oder Fischfilets oder Speisen, die bereits vorgekocht sind, sollte man heiß frittieren (dadurch erkennbar, wenn sich beim Eintauchen Spritzer zeigen).

8. Sehr heiß frittieren sollte man Pommes frites, gebackenen Fisch und generell alle Zutaten, bei denen ein sofortiges und gleichmäßiges Frittieren angebracht ist. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass die Speisen vollkommen im Öl eingetaucht sind.

9. Nach erfolgtem Frittieren entsprechend salzen und die Speisen sorgfältig auf saugfähigem Papier abtropfen lassen.

10. Sehr wichtig: Um nicht den Geschmack der Speisen zu verfälschen und um unsere Gesundheit zu schützen, sollte niemals ein einmal verwendetes Frittier-Öl erneut gebraucht werden.


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